Rollkunstlaufabteilung MTV Treubund Lüneburg
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                                Gründung der Abteilung

                                Ein ganz neue und bisher in Lüneburg noch nie dagewesene Sportart faßte am 5. November 1966 Fuß  in der Treubund- Halle. Eine Rollsportabteilung wurde gegründet, Initiator und langjähriger Abteilungsleiter war Erwin Klatt. Schon zur Gründungsversammlung, zu der der Treubund eingeladen hatte, konnte der ehrmalige Vereins-vorsitzender Peter Podewils 50 Väter und Mütter mit ihren Kindern begrüßen, so dass Erwin Klatt keine Mühe hatte seine Abteilung ins Leben zu rufen.
                                Am 23.11.1968 wurde das zweijährige Bestehen der Abteilung gefeiert mit einer großen Veranstaltung in der Treubund- Halle und man hatte dazu Gäste aus Celle eingeladen. Diese hatte die Landeskampfrichterin Frl. Schaper mitgebracht, um einmal über den Leistungsstand etwas aus ihrem berufenen Mund zu hören.
                                Dieser Tag war auch der Beginn der Trainertätigkeit von Edith Richter, die selbst in Sachsen in der "Meisterklasse" Rollschuh gelaufen ist, also für gute Fortschritte in der Abteilung sorgen konnte. Und noch etwas, sie brachte ihren Mann Wilfried Richter mit in die Abteilung der als "Rollschuh- Mechaniker" besonders bei den mehrenden Veranstaltungen ein unentbehrlicher Helfer geworden war.
                                Mit einem Mitgliederbestand von 61 aktiven Rollschuhläuferinnen und Rollschuhläufern konnte der Treubund diese Abteilung am 30.06.1972, dem Tag der Vereinsfusion mit dem MTV, in den neuen MTV Treubund Lüneburg einbringen.
                                Die vom Treubund seit langen begonnenen Bemühungen um Verbesserungen der Trainingsbedingungen gingen weiter und am 01.10.1972 konnte die Abteilung dann in die Sporthalle bei der Schule "Im Grimm" einziehen, dort wo sie noch jetzt beheimatet ist.
                                Nach Edith Richter übernahm Manfred Ott das Training und leitete es 15 Jahre lang. Sein Name ist u.a. verbunden mit der Teilnahme von Michael Fröhlich an den Deutschen Meisterschaften 1981-1983 und seinem Start in der Niedersächsischen Meisterklasse sowie einem internationalen Schaulaufwettbewerb zum 25-jährigen Jubiläum der Abteilung. 1994 began Vera Frankenberger als Trainerin, unterstützt durch Angelika Richter- die Rollkunstläufer/innen. Damit hatte nun die zweite Generation das Training der Abteilung begnonen: Vera, Tochter des ehemaligen Abteilungsleiters Volker Frankenberger und Angelika, Schwiegertochter der langjährigen Trainerin Edith Richter.
                                1999 hatte dann Anke Christan, heute hauptamtliche Sportlehrkraft des MTV Treubund Lüneburg, das Traineramt übernommen. Sie machte sich als Choreographien sehr gut. Anke hatte in ihren Jahren viele Schaulaufnummern und Kürn für dieverse Veranstaltungen aufgebaut und für alle Läuferinnen und Läufer war das sehr Interessant und Anstrengend. Dazwischen war die heutige Trainerin Sabine Prange als helfende Übungsleiterin, zusammen mit Angelika Richter, tätig die ebenfalls von 1969-1979 als aktive Läuferin beim MTV Treubund Lüneburg dabei war.
                                Heute sind Sabine Prange, Julian Prange und Bea Wegener als Rollkunstlauf- Trainer in der Rollsportabteilung tätig. Mit mind. 30 aktiven Läuferin und Läufer ist der Rollsport in Lüneburg noch nicht ausgestorben.

                                Was ist Rollkunstlaufen

                                Rollkunstlaufen ähnelt der Sportart Eiskunstlaufen, nur das auf jedem Schuh vier Rollen statt Kufen sind. Es wird weltweit in fünf Disziplin ausgeübt. Kür (Damen/Herren), Pflicht (Damen/Herren), Tanz (Paar/Einzelnd), Gruppenlauf (groß/klein) und Paarlauf mit Kürelementen.
                                Es gibt zwei Leistungsschienen: A-Schiene_sind die Läufer die in einem bestimmten Jahrgang eine gwisse Leistung geschaft haben. B-Schiene_sind die Läufer die länger brauchen und nicht die Leistung schaffen die sie in den bestimmten Jahrgängen schaffen müssten. Oder die Läufer haben spät Angefangen, bsp. mit 10 Jahren. In diesen Schienen sind wiederum Laufklassen eingeteilt die wie folgt aussehen: Anfangsschiene= Minis, Anfänger, Freiläufer. A-Schiene= Schüler D, Schüler C, Schüler B, Schüler A, Jugend, Junioren, Meisterklasse. B-Schiene= Figurenläufer, Kunstläufer, Nachwuchsklasse, Cup.
                                Jedes dieser Klassen ist hier wieder in Altersklassen aufgeteilt. Jungs und Mädchen laufen getrennte Klassen (also Schüler C Jungen/Schüler C Mädchen), mit Ausnahme in Tanz.
                                Rollkunstlaufen bedeutet: Beherrschung technischer Elemente (Sprünge, Pirouetten) und Umsetzung von Musik in Bewegung. Vorraussetzung und Grundlage hierfür ist das Pflichtlaufen, wobei die Läufer die elementaren Bewegungsabläufe erlernen. Die absolute Kontrolle über den Rollschuh ermöglicht später die exellente Darbietung schwierigster Sprünge (z.B. dreifach Salchow –ein Sprung mit drei Umdrehung in der Luft) und rasanter Pirouetten (z.B. Eingedrehte Waage, die Spitzenläufer mit etwa zwei Rotationen pro Sekunde vorführen).
                                Diese technischen Elemente werden in Kürprogrammen zusammengefaßt. Höchstes Ziel ist es, sie nicht zum Selbstzweck werden zu lassen, sondern sie als Teil eines Ganzen zu präsentieren. Eine Kür sollte ein homogenes Gebilde aus Sprüngen, Pirouetten, Schritten und Armbewegungen sein. Im Idealfall verbinden sich diese Faktoren zu einem Vortrag, der weit über„nur“ Sportliches hinausgeht und die Grenzen zur Kunst überwindet. Die Eigenbeweglichkeit und Eigengesetzlichkeit des Rollschuhs ausnutzend, kann dabei eine Kunstform entstehen, die Elemente des Balletts mit Übungen von akrobatischem Charakter verschmilzt.
                                Das Paarlaufen bietet weitere Variationsmöglichkeiten und differiert im Wesentlichen vom Einzellaufen durch Hebefiguren (Übungen, bei denen der Partner die Partnerin in verschiedenen Positionen meist über Kopfhöhe hält und sich gleichzeitig dreht) und Paarlaufspiralen (Figuren, bei denen der Partner im Zentrum eines Kreises dreht, während die Partnerin ihn umrundet). Unverändert gilt auch hier das Streben nach perfekter Umsetzung von Musik in Bewegung.

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